
asc-LäuferInnen überzeugen beim Lilien-Team-Marathon
„Bogg uff Renne“ schnellstes 8er-Mixed-Marathon-Team, „Kenias Ersatzbank“ schnellstes Frauenteam über die Halbmarathondistanz
Tradition an allen Ecken im „Bölle“, der Fußball-Kultstätte am Böllenfalltor. Hier der bundesweit vorrangig als Fußballverein mit Gründungsjahr 1898 bekannte Sportverein (der einstmalige Nachbarverein ASC ist 1921 gegründet!), dort das in vielen Bauabschnitten umgebaute Stadion (die seinerzeit existierende Aschenbahn ist längt den Sitz- und Stehreihen der Tribünen zum Opfer gefallen), das von ASC‘lern so gerne als Durchschlupf genutzte Marathontor nur noch von der früheren ASC-Trainingsstätte Hochschulstadion aus sichtbar …
Für die Etablierten der ein Dutzend starken Läufergruppe unseres Coaches Wilfried war es ein Schritt in die Vergangenheit, schließlich führte die Strecke der zweiten Auflage des Lilien-Team-Marathons über Teile der Weba-Runde, den Dachsberg, am inzwischen legendären Coronakreuz, an der Pseudo-Bank und den leider versiegten Brünnchen vorbei und zurück durch das legendäre Wäldchen zum Ziel vor der Trainerbank von Coach Florian Kohfeldt.
Diese schnelle Runde mit einer Länge von rund 5,2 km hatte es fürwahr in sich, aber für die trainingsfleißigen asc‘ler überaus vertrautes Terrain, sodass die Erfolge eigentlich schon vorprogrammiert waren. So konnte der frühere asc-Vorsitzende Dierk Molter nur höchste Anerkennung zollen. „Stark, sehr stark“ empfing Dierk die abgekämpfte Läuferschar mit durchgeschwitzten Shirts, kein Wunder bei den hochsommerlichen Temperaturen.
Das Achterteam mit dem bezeichnenden Slogan „Bogg uff Renne“ mit Andreas, Gerd, Jan, Johannes, Katja, Nora, Pauline und Simone schaffte die Marathonstrecke in 3:04:00 Stunden, war damit das mit Abstand schnellste Mixed-Team und Tageszweiter hinter dem mit acht Männern angetretenen Cova Run Club (2:53:56). Mit Turbo unterwegs war vor allem Jan, der als viertschnellster Läufer in 19:49 Minuten ins Stadion einlief. Auch Katja ließ als Zweitschnellste aller Frauen mit 22:28 Minuten keinen Zweifel an ihrer aktuellen Form.
Als reine Frauenmannschaft stand „Kenias Ersatzbank“ an der Startlinie über die Halbmarathondistanz. Anke, Anna, Emmie und Nina waren „natürlich“ schnellste weibliche Staffel, für die 1:45:23 Stunden gestoppt wurden. In der Overall-Wertung schafften die hellhäutigen Kenianerinnen hinter einem Mixed-Team und zwei Männer-Teams einen höchst respektablen vierten Platz.
Ludwig Reiser

