Der asc Darmstadt ist nicht nur der führende Leichtathletikverein Darmstadts, er war auch über viele Jahre hinweg einer der bestimmenden Vereine Deutschlands. Zahlreiche Teilnehmer bei den Olympischen Spielen sowie bei Welt- und Europameisterschaften zeigen die Erfolge des asc. Nachdem vor allem in den 70er, 80er und 90er Jahren die Läufer beim asc die Schlagzeilen bestimmten, sind es mittlerweile vor allem die Mehrkämpfer und die Stabhochspringer, die herausragende Ergebnisse erzielen. Dies rührt nicht zuletzt von der hervorragenden Jugendarbeit her, die im asc geleistet wird. Diese ist weit über die Grenzen Darmstadts bekannt und anerkannt.

Neben der Trainings- und Nachwuchsarbeit in den Segmenten Lauf und Mehrkampf hat sich der asc in der deutschen Laufszene mit der Ausrichtung des Stadtlaufes im Juni und des Darmstadt Cross im November einen international guten Ruf erarbeitet. Der Stadtlauf, der 2026 seinen 48. Geburtstag feierte, ist nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der sportlich bedeutendsten Straßenläufe in Deutschland. Seit 2026 mit neuem Namen: Darmstädter Merck Stadtlauf.
Vom ASC zum asc
Darmstädter Leichtathletinnen und Leichtathleten starteten schon seit 1921 — damals als ASC, dem Akademischen Sport-Club, hervorgegangen aus einem „Ausschuss für Leibesübungen“ und einem „Akademischen Turn- und Sportausschuss“. Bekanntester ASC-Leichtathlet vor dem Zweiten Weltkrieg war der Mittelstreckler Fritz Schilgen, der 1936 in Berlin als Schlussläufer des olympischen Fackellaufs das Feuer entzündete.
Nach dem Krieg ordneten die Alliierten die Vereinslandschaft neu; dem ASC verweigerte der Landessportbund die Zulassung. Am 20. April 1952 endete das juristische Tauziehen: Der „neue“ asc — Allgemeiner Sport-Club — wurde für den Leichtathletik-Wettkampfsport zugelassen und am 5. Juni 1952 beim Amtsgericht Darmstadt eingetragen. Seit sich 1961 viele Darmstädter Leichtathletinnen und Leichtathleten hier zusammenfanden, wurde daraus einer der führenden deutschen Vereine.
Große Namen
Seit den Siebzigern haben asc-Athletinnen und -Athleten bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften Medaillen gesammelt, über 150 Titel bei Deutschen Meisterschaften geholt und Welt-, Europa- und deutsche Rekorde aufgestellt. Christiane Krause gewann 1972 in München mit der bundesdeutschen 4-mal-100-Meter-Staffel Olympiagold in der Weltrekordzeit von 42,81 Sekunden. Walter Schmidt stellte Weltrekorde im Hammerwurf auf, Charlotte Teske prägte die Strecken von 3000 Metern bis zum Marathon. Dazu Namen wie Lutz Philipp, Hans Baumgartner, Gerhard Hennige, Werner Trzmiel, Klaus-Peter Hildenbrand, Klaus Ploghaus, Petra Wassiluk und Christina Kiffe.

Vom Hochschulstadion in den Bürgerpark-Nord
Sportliche Heimat war jahrzehntelang das Hochschulstadion mit dem angrenzenden Wald. Mit dem Bau des Leichtathletik-Leistungszentrums im Bürgerpark-Nord — Kunststoffbahn und Werferfeld — verlagerte sich das Training seit Mitte der Siebziger in den Norden Darmstadts. Das 1968 errichtete Clubheim neben dem Hochschulstadion blieb Bindeglied zwischen den Schwestervereinen Akademischer SC und Allgemeiner SC.
Veranstaltungen
Auch als Ausrichter hat sich der asc einen Namen gemacht: Darmstädter Werfercup, Stadtlauf, Nike-Frauenlauf und Darmstadt-Cross. Der Stadtlauf begründete 1978 als „Cup da Franco“ die deutsche Stadtlaufszene und führt bis heute durch die Fußgängerzone. Und die 111-mal-400-Meter-Staffel am 11.11. verbindet Altersklassen und Leistungsstufen — ein Beleg für ein intaktes Clubleben.


Ausführlich steht die Vereinsgeschichte im Rückblick 70 Jahre asc Darmstadt.