Eine Woche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft über die Halbmarathondistanz in der W50-Klasse in Frankfurt setzte die asc-Läuferin ein weiteres Ausrufezeichen. Die 50-jährige Langstrecklerin gewann den Frozen Lake Marathon auf dem zugefrorenen Tisleifjorden im Nordwesten Norwegens in überlegener Manier nach 3:21:27 Stunden vor der Ungarin Eva Tolnai (3:33:26) und der einheimischen Lisabeth Saeterbo (3:35:23).
In der Gesamtwertung der 500 Teilnehmenden aus 36 Nationen lief Simone als Zweite hinter dem ebenfalls aus Deutschland kommenden Joshua Holtmann (3:19:17) ins Ziel. „Schade, dass ich Joshua nach 33 Kilometern weglaufen lassen musste, denn bis dahin konnten wir sehr gut zusammenarbeiten und gemeinsam an der Spitze mehr und mehr die Konkurrenz abschütteln!“, gestand Simone im Ziel.
Ungewöhnlich dabei, dass die Strecke auf dem 80 Zentimeter tief gefrorenen See nur mit Spikes oder Laufschuhen mit Nägeleinsätzen gelaufen werden konnte. Bei Temperaturen von wenigen Minusgraden schien zwar durchweg die Sonne, aber ein starker Wind ließ die Teilnehmenden doch merklich auskühlen. „Mit der Zeit bin ich natürlich sehr zufrieden. Bei einem Straßenmarathon dürfte diese Zeit eine Endzeit von knapp unter drei Stunden wert sein!“
Den seit 2019 von der Britin Jackie Stretton mit 3:20:44 gehaltenen Streckenrekord verpasste die asc-Läuferin dabei um lediglich 43 Sekunden mit der zweitschnellsten jemals auf dem Tisleifjorden gelaufenen Endzeit. Vor zwei Jahren war die Darmstädterin schon einmal am Start und gewann die Halbmarathon-Distanz.









